EDUARD DIEM
 

1929 in Peigarten bei Haugsdorf in Niederösterreich geboren.
Lebt in Wien 13., Matrasgasse 2. 

Seit 1960 zahlreiche Ausstellungen in Wien und den Bundesländern, sowie Ausstellungsbeteiligungen in Österreich, Dänemark, Schweden, ĈSSR, BRD, Berlin, Amerika, Kanada, UDSSR, Japan, Frankreich, Ungarn und Portugal. Studienreisen in Europa und Nordafrika.
Mitarbeit und Management bei internationalen Großausstellungen von Picasso, Dali, Henry Moore, und Marini. Publikationen in Katalogen und Kunstzeitschriften im In- und Ausland.

Die Werke von Eduard Diem sind im Besitz vieler öffentlicher und privater Sammlungen, Mitglied des Berufsverbandes bildender Künstler Österreichs, des Mödlinger Künstlerbundes, des internationalen Clubs Art Diagonal und Art Contact.

  • 1971 Diplom für hervorragende Leistung auf dem Gebiet der Bildenden Kunst
  • 1974 Dr. Schimanko - „Eduard DIEM, Bewegung im Zwielicht\"
            Buch mit 17 Farbreproduktionen
  • 1975 Kunstkalender der Chemie Linz
  • 1978 Hausbemalung in Maria Enzersdorf, NÖ
            Bronzeplastik für den Grand Prix International für Fremdenverkehr
  • 1979-2003 Gestaltung des Tourist Austria Werbe-Grand-Prix International
  • 1982 Gestaltung des Journalistenpreises für Touristik
  • 1983 Verleihung des Wiener Festwochenpreises für Plastik
            Ankauf für das Museum der Kasser Art Foundation, New Jersey
  • 1984 „Die Liegende", Lindabrunner Konglomerat
            Standort: Wien 21., Oswald-Redlich-Straße
  • 1985 „Die Knieende", Lindabrunner Konglomerat
            Standort: Wien 23., Maurer-Lange-Gasse
  • 1986 Gestaltung der Trophäe für die österreichische Alpenfahrt
             (100 Jahre Automobil um den BMW Austria Cup)
  • 1990 Gestaltung der Südmährer Gedenkstätte bei Stützenhofen, NÖ
  • 1992 Gestaltung einer Kleinplastik zugunsten Handicapt People
  • 1995 Gestaltung der Siegertrophäe für jährliches Golfturnier der
            Bank Austria
  • 1996 Gestaltung der Hausfassade Casa do Governador in Lagos, Portugal
  • 1996 Gestaltung der Trophäe „Mobilitäts-Oskar" für die ÖAMTC-Akademie
  • 1987-1997 Malkurse in Paros und Madeira
  • 1999 „Schirmföhre" Stahlplastik
            Standort: Mödling, Wiener Straße – Grenzgasse
  • 2003 Lipizzaner am Michaelerplatz www.lipizzaner-art.com

Ausstellungsbeteiligungen

  • 2006      Galerie am Salzgries
  • 2007      Künstlerbund Mödling
  • 2009      20 Jahre Art Diagonal
  • 2010      Art Diagonal, Palais Palffy
  • 2011      Phantastisches Museum, Palais Palffy
  • 2013      Kunst & Wein, Haugsdorf
  • 2015      Art Diagonal, Galerie Wohleb
  • 2015      Malerei & Skulptur, Palais Palffy
  • 2015      Phantastisches Museum, Palais Palffy
  • 2016      Galerie Alte Ordination, Absdorf
  • 2017      Schloß Rothschild, Reichenau
  • 2017      Trnava, Slovakei
  • 2018      Art Diagonal, Kunstzentrum Ziersdorf
  • 2018      Art Diagonal, Laa a.d. Thaya
  • 2018      Galerie Sandpeck
  • Diverse Ausstellungsbeteiligungen in den Nachbarländern

 

Personalausstellungen

  • 2006      Galerie MA-Villach
  • 2006      HdB Liesing
  • 2006      Gauermann Museum
  • 2012      Phantastisches Museum, Palais Palffy
  • 2013      Sala Terrena, Mödling
  • 2014      Weinkirche Jetzelsdorf
  • 2015      Rearte Galerie
  • 2015      Amtshaus Hietzing
  • 2019      Amtshaus Hietzing
  • 2019      Weinkirche Jetzelsdorf
  • 2019      Galerie Sala Terrena, Mödling
     
  • 2012 Buch: Diem, Einblicke in das Werk – Bilder & Skulpturen
  • 2015 Buch: Eduard Diem, Bildband 79 Farbbilder
  • 2017 Buch: Gekritzeltes von E. Diem
  • 2017 Buch: „Hidden Face“ 124 schwarz/weiß Zeichnungen
  • 2017 Buch: „Hoffnungstraum Phantastisch – Katalog Leoben, Kunsthalle

 

75 – Zeit, einen Rückblick zu riskieren. Es ist mir gelungen meinen Jugendtraum zu  verwirklichen. Macht meine Arbeit Sinn? Immerhin kann ich mit meiner Arbeit den Lebensunterhalt bestreiten. Zahllose internationale Ausstellungen und Beteiligungen von Japan bis Amerika.

Das wahre Rezept für den großen finanziellen Erfolg ist, eine originelle Idee mit etwas geistiger Substanz solange zu propagieren, bis sie zu einer Art Firmenlogo geworden ist. Dann ist die Ware reif für den Handel. Auch der Konsument weiß sofort worum es sich handelt und erspart sich beim Betrachten eines Bildes langes Nachdenken. Dieser Strategie wollte ich mich nicht unterwerfen. Eine Idee, sei sie auch noch so gut, 50 Jahre lang zu Tode zu reiten, war mir immer zu langweilig.

Mein Fitnessprogramm lautet: Einflüsse registrieren, sich damit beschäftigen und wenn sich daraus eine Idee für ein Bild oder eine Skulptur ergibt, mit der Arbeit zu beginnen. Ob das entstandene Objekt Publikumsinteresse findet, spielt keine Rolle. Es ist schon viel zusammengekommen in den 50 Jahren Beschäftigung mit Kunst. Mit 75 Jahren mutiert man zum Zeitzeugen, der viel erzählen könnte, was aber nicht wirklich jemanden interessiert.

P.S.: Während ich sitze und schreibe, zieht es mich ins Atelier - im Kopf eine neue Skulptur.

 

1968 DER BAUM Kulturamt der Stadt Salzburg
1970 ÖSTERRISKA GRAFIKER, Gamla Grand
1970 ARTE FIGURATIVA Contempo Rauen della Basa, Austria – Firenze
1972 ART EXCHANGE 1972 Austrian Artists in USA
1972 DAS WIENER STADTBILD
1973 PORTRÄT HEUTE
1973 BORAS KUNSTMUSEUM in Söndra Ảlsborg
1973 MEDBORGARSKOLAN Stadtbibliothek Höganäs
1974 IMPULSE
1974 SOZIALISTISCHE ERZIEHUNG
1974/75 5 JAHRE C.d.B. LINZ
1974 MEDBORGARSKOLAN ALINSẢS
1975 MÖDLINGER KÜNSTLERBUND
1978 WEINVIERTLER KUNSTMARKT
1980 EDUARD DIEM – BRONZE
1981 GALERIE DER EUROPÄISCHEN AKADEMIE BERLIN
1981 KULTURTAGE 81 Kammer für Arbeiter & Angestellte – Tirol
1982 MUSEUM DES 20. JAHRHUNDERTS Kunstmesse 82
1983 MÖDLINGER KÜNSTLERBUND
1983 WIENER FESTWOCHENPREIS für PLASTIK, Palais Auersperg
1984 LE 678 TRES RICHES SIGNATURES DE SALVADOR DALY MAQUESE DE PUBÔL
1985 KLEINPLASTIK METALL
1986 WIENER FESTWOCHENPREIS für PLASTIK, Palais Auersperg
1986 10 JAHRE GALERIE AM DOKTORBERG
1987 EROTIK IN DER KUNST
1988 EDITION Galerie Zentrum WIEN
1990 LANDAUF, REGIONALES ÜBERREGIONAL, Künstler im westlichen Weinviertel,
DIE SPIRALE
1992 MÖDLINGER KÜNSTLERBUND
1992 ART DIAGONAL - PERSPEKTIVEN
1992 KUNST IM CLUB Golfklub Donnerskirchen
1993 MÖDLINGER KÜNSTLERBUND
1994 ART DIAGONAL - HOMO HOMINI LUPUS
1996 20 JAHRE KUNST BEI KENST
1996 REMINISZENZ Die alte Garde der jungen Generation
1996 FRÜHERE VERHÄLTNISSE - KUNST IN WIEN NACH `45
1996 CAMPUS für das FÜRSTENFELDER KULTURMAGAZIN
1996 DOROTHEUM KUNSTAUKTION 75 JAHRE CARITAS
1997 EXTRABLATT ALGARVE - PORTUGAL
1997 ART DIAGONAL - VISIONEN 21
1997 BOM DIA PORTUGAL
1997 ENTDECKEN SIE DIE ALGARVE - PORTUGAL
1999 EUROPA SKULPTUR WIENER NEUSTADT
1999 KUNSTMESSE SALZBURG
1999 ART DIAGONAL - BERÜHRUNGSPUNKTE
2000 KUNSTMESSE SALZBURG
2001 KUNSTAUKTION ROTARY CLUB MÖDLING
2001 ART DIAGONAL - VERÄNDERUNG und URSPRUNG

 

Brotherhood of European Artists – AntwerpWiener KunsthefteVernissage

WHO is WHO in Österreich, Deutschland, Schweiz

Prof. Gotthard Fellerer
aus Anlass des bevorstehenden 90. Geburtstag des Künstlers.



Es gibt Künstler, die schätzen das Aufwärmen des längst Eingemachten. Holen die entsprechenden Ingredienzien aus der Ideenkammer ihrer Möglichkeiten und pflegen die Penetranz der steten Wiederholung einer einmal gemachten ästhetischen Erfahrung. Sie meinen Stil zu haben, wenn sie ihr bildnerisches Vokabular geringfügig modulieren, und meinen dies, vielleicht aufgrund der Claqueure, als „Kunst“. Tatsächlich sind es aber bildnerische Reflexionen mit kommerziellem Typenschein, die in der Verschnürung ihres vorsätzlichen Warencharakters ersticken.

Authentisch reflektierte, bildnerische Äußerungen werden, bedingt durch Selbstkopie, die mit „Stilhaben“ verwechselt wird, und der nahezu zwanghaften Wiederholung der gefundenen Bildzeichen zum leicht Vermarktbaren, das durch den Wiedererkennungswert vielleicht sogar zum Statussymbol degeneriert. Dann versteinert die Ideenfülle und erhält schlussendlich in der Aufbahrungshalle des Ehemaligen, dem Museum, zumindest einen Versicherungswert. Je höher dieser, desto wertvoller ist das Objekt – oder?

Der Wert von Kunst ist aber ausschließlich dort auffindbar, wo das nicht Greifbare, das „Denkschöne“ existiert – verstanden als stets verändernde bildnerische Äußerung, die durch Vieldeutigkeit und Flexibilität zum Nach- und Vordenken anregt und durch Verharren zum Weiterdenken einladet.

Damit bin ich bei Eduard Diem, einem Künstler, der 1929 in Peigarten, einem kleinen Dorf mit 183 Einwohnern nahe Haugsdorf, wo jeder jeden kennt, und jeder alles über den Anderen weiß, geboren wurde, einem Künstler, der in seinem Inneren jung geblieben ist, und den ich als Freund betrachte. Seine Kindheit verbrachte er in Jetzelsdorf, einem Ort im Weinviertel, wo Jahrzehnte später im ORF der uns allen bekannte Inspektor Polt sein Unwesen trieb.

Der Vater war Landwirt und spielte, so wie er, in der örtlichen Musikkapelle. Doch Eduard war das, was man einen eigensinnigen Menschen, dies im besten Sinn des Wortes, als „eigen- Sinn-Habenden“, nennt. So galt er, da er nur das Ihmgenehme zeichnete, als der schlechteste Zeichner seiner Klasse und weigert sich als beinahe Zehnjähriger am 12. März 1938, damals welch Schande, beim Fackelzug der SA mitzuspielen. Deshalb wurde er, wie es üblich war, mit Sanktionen bedroht.

Mit zwölf Jahren entdeckte er im Notenschrank ein Buch mit „Nockatn“, ein Buch über Renaissancekunst, kaufte sich Farben und kopierte begeistert die abgebildeten Frauenakte.

Nach Abschluss seiner Schulzeit wollten ihn 1943 die nationalsozialistischen Herren zum „Wehrbauern“ ausbilden, doch seine Mutter organisierte ihm eine Lehrstelle als kaufmännischer Lehrling. Dennoch wurde er, da die Front junge Burschen brauchte, paramilitärisch ausgebildet, und störte 1944, in Anbetracht des braunen Wahnsinns, der viele Opfer zu verzeichnen hatte, gemeinsam mit drei Freunden die Kreise der nationalsozialistischen Bonzen. Er wurde von der Gestapo entdeckt, geprügelt, verhaftet, und zum Militärdienst eingezogen. Nach geringfügiger Ausbildung verlegten die braunen Befehlhaber seine Einheit ins Sumpfgebiet nach Gratzen, im Böhmerwald. Dort desertiert er, versteckt sich drei Wochen in einem finsteren Sandkeller und wird 1945 (damals ist er sechzehn Jahre alt) durch Sowjetsoldaten befreit. Er meldet sich zum Ordnungsdienst und wird jenem, nun ehemaligen, Nazipolizisten zugeteilt, der ihn seinerzeit prügelte, und ihm nun rät „Kommunist zu werden“. Die Wendehälse hatten schon damals Saison!

Als Nebenjob tapezierte und verschönerte Eduard Diem Holzsärge und nach seiner Übersiedlung nach Poysdorf begann er zu malen und lernte die Malerin Maria Ohmeyer (1896–1983) kennen. Er übersiedelte nach Lilienfeld und gründete mit einem ansässigen Hobbymaler mit Unterstützung der Arbeiterkammer einen Mal- und Modellierkurs. Zwei Stunden vor seiner ersten Ausstellung warf er alle seine Tonarbeiten in die Traisen. Es drängte ihn nach Wien.

In Hietzing erwarb er schließlich eine 28m2-Wohnung und lebte dort mit Frau und Kind und jobbte in der Werbeabteilung des Kaufhauses Herzmansky. Als Gast des Abendaktes bei Herbert Boeckl besuchte er die Akademie der bildenden Künste, dem damaligen Kreativitätspool junger Kunst, und war Student der Vorbereitungsklasse bei Gerda Matejka-Felden. Vom Schöpfungsdrang besessen entwendete er im Keller der Akademie Ton und formte so Kleinplastiken. Die gestrenge Gerda Matejka-Felden erwischte ihn dabei, ließ aber Milde walten und meinte, er möge die Arbeiten wegschmeißen, da sie „eh nichts seien“. Sein künstlerisches Potenzial erkennend lud sie ihn aber 1957 zu seiner ersten internationalen Ausstellungsbeteiligung nach Moskau ein.

Ihr Mann, Kulturstadtrat Viktor Matejka, wahrscheinlich der wichtigste Kunstförderer der unmittelbaren Nachkriegszeit, war ihm und den Künstler_innen der Zeit sehr zugetan und wird von Diem als „fördernder Freund“ bezeichnet.

Seit 1960 ist nun Eduard Diem aus dem österreichischen Kulturleben nicht mehr wegzudenken. Er stellte in der „Galerie Junger Sammler“, der „Galerie Autodidakt“, der „Galerie Junge Generation“ aus, die alle vom überaus betriebigen und engagierten Kunst- und Künstlerfreund Gerhard Habarta initiiert und geleitet wurden. Er ist es auch, der Diem zu einer großen Ausstellung in der renommierten „BAWAG-Foundation“ einladet. Es folgen Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen in Deutschland, Dänemark, Schweden, Ungarn, Italien, Tschechien, der Slowakei, der Schweiz, Frankreich, Ungarn, Portugal, Russland, Japan, Kanada und den USA.

Eduard Diem ist ein dem Kubismus und dem Phantastischen verpflichteter, respektabler Bildhauer, Keramiker, Maler und Bildklebemaler. Er zeichnet begeisternde Doodles, seine „Hidden Faces“ die überzeugend Vielsichtiges zeigen, und ist einer, der sich gemäß seines kristallinen Lebenskonzeptes der Klarheit und der „klaren Linie“ verpflichtet sieht. Formal klopft er da am Weimarer Bauhaus an und schafft Bildwerke, die aus sich heraus leben und meist titellos die Ganglien der Beschauer_innen ankurbeln.

Dabei ist er bemüht, nicht nur die Ursache eines höheren Ordnungsprinzips zu finden, sondern dem Grundprinzip des Schöpferischen auf die Spur zu kommen. Zumal entdecke ich in seinem Oeuvre künstlerische Fußspuren der Säulenheiligen der Abstrakten Kunst, z. B. Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch, dann Elemente von Wassiliy Kandinsky, dann wieder Expressionistisches von Ferdinand Stransky, ein andermal die Ideenwelt Fritz Wotrubas, und in frühen Arbeiten magisch Realistisches. Dennoch ist sich Eduard Diem bei seiner Suche immer treu geblieben und verwendete die Versatzstücke der Kunstgeschichte als Ideenfinder. Auch ist er ein aufmerksamer Beobachter und findet sogar beim U-Bahnfahren Anregungen für seine Zeichnungen.

Er schuf ein Vielerlei von Bildwerken. Neben der Malerei, Zeichnungen und Collagen sind es Wegzeichen, die Wege säumen, Orte markieren, eine Unzahl von Plastiken und Skulpturen, die aus seiner geistigen Lebendig- und Vielfältigkeit entstanden. So produzierte er auch ein „Foucaultsches Pendel“, ein freischwebendes, beeindruckend großes Pendel, ornamentiert mit Tierkreiszeichen aus Kunstharz, das am Ende eines langen metallischen Fadens hing, das er anlässlich der Ausstellung „EuropaSkulptur 1999“ in Wiener Neustadt ausstellte, und die Spuren der Erdrotation in den gelben, feinen Sand am Hauptplatz Wiener Neustadt schrieb.

Eduard Diem kann man formal nicht festnageln – immer wieder entzieht er sich einer Eingrenzung und dokumentiert das, was eigentlich Kunst ausmacht: nämlich die Vielfalt und Vieldeutigkeit – dies im Gegensatz zur Einfalt des anfänglich Zitierten.

Er sieht sich nur seiner Familie und seinem künstlerischen Auftrag verpflichtet, lebt seinen Sinn und ist, trotz seiner neunzig Jahre, ein überaus lebendiger und anteilnehmender Künstler geblieben, einer, die es in zunehmenden Maße immer weniger gibt, da sich viele, vor allem aus Überlebensgründen, bis zur Unkenntlichkeit nach dem Markt strecken, verrenken und dehnen.

Doch Eduard Diem ist sich immer treu geblieben!

Er schreibt: „Es ist wie mit dem Wetter! Die Kreativität verbirgt sich im Nebel, …wenn aber eine Idee den Nebel auflöst, geht es an die Arbeit. Da kommt es schon vor, dass man auf Essenszeiten vergisst, denn so ein Zwischenhoch will genutzt sein.“ Und wenn er schreibt, dass das, was gezeigt wird, das Ergebnis eines Zwischenhochs sei, dann dokumentiert er das, was er immer war: ein stiller und bescheidener Künstler, der Großes schuf und nie das einmal Gemachte als eine Jahrhundertidee pries. Vielmehr ist er einer, der, ohne sich zu verlieren, immer noch am Weg ist, einer, dessen Intellektualität, Anteilnahme, menschliche Qualität und Lebendigkeit besticht. Dies gemäß dem Grundsatz, dass alles was lebt sich verändert – auch seine Kunst, die nicht anonyme Formalismen zum Ziel hat. Vielmehr durchdringt sein künstlerisches Wollen sein Selbst, das sich jeglicher Vereinnahmung durch den Markt entzieht und begeistert jene, die ihn kennen und mögen!

Prof. Gotthard Fellerer

November 2018

Briefmarken

2005 erschienen die ersten Briefmarken mit Kunstwerken von Eduard DIEM
Später folgten weitere Marken in etwas höheren Auflagen.